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Bochum, 16.12.2010

Anpassung des ELFI-Forschungsgebietebaums

Die bei der DFG umgesetzten Veränderungen in der Struktur der Fachkollegien sind nun auch im ELFI-Forschungsgebietebaum zu finden.

Als vor über 11 Jahren die ELFI-Datenbank entwickelt wurde, hatten die Projektverantwortlichen die damals aktuelle Struktur der DFG-Fachgutachter für den sog. Forschungsgebietebaum zugrunde gelegt. Mit der Wahl zu den Fachkollegien im Jahr 2007 wurde bei der DFG eine neue Struktur dieser Gremien geschaffen. Damit haben die Wissenschaftler der rund 100 DFG-Mitgliedsorganisationen die Fächergrenzen und damit die Struktur der Wissenschaft neu definiert. „Klassische Schulfächer“ wie Physik, Chemie oder Biologie, die bis 2007 Gutachterausschüsse zusammenfassten, gingen in der neuen Struktur in sehr viel differenziertere Fachbezeichnungen auf.

Wissenschaft verändert sich in einer sich verändernden Gesellschaft. Geographie beispielsweise ist aus den Geisteswissenschaften in die Naturwissenschaft migriert. Ein weiteres Beispiel ist das Fach Biologie, das nun in unterschiedlichen Einzeldisziplinen auf Pflanzen, Tiere und Menschen fokussiert und nicht mehr als Oberdisziplin fortbesteht. Christina Heyermann, Mitarbeiterin der ELFI-Servicestelle über die Schwierigkeit des Projekts: „Es war wie die Reparatur am Motor eines Fahrzeugs, das dafür nicht angehalten werden durfte. Wir haben neben den Veränderungen im Forschungsgebietebaum die Erschließung und Strukturierung neuer Programme nicht unterbrochen.“ Die weitaus feingliederigere Struktur der Wissenschaftsdisziplinen ermöglicht ein noch exakteres Erschließen der einzelnen Programme.

Kein Scannen mehr

Nach über zehn Jahren wird bei ELFI die Digitalisierung gedruckter Ausschreibungen eingestellt. Als vor 11 Jahren der ELFI-Dienst an der Ruhr-Universität Bochum online ging, war ein großer Teil der Informationen, die durch den Dienst zugänglich gemacht werden sollten, noch nicht über das damals recht junge Internet erschlossen. Also wurden die für Forscher und Wissenschaftler interessanten Informationen über Fördermöglichkeiten aus der Zeitung ausgeschnitten und auf den Scanner gelegt. Zunächst musste sichergestellt werden, dass die Urheber nichts gegen die Weitergabe der Informationen über das Medium Internet hatten. Deshalb wurde ein Schreiben an den jeweiligen Förderer geschickt, in dem die Absicht, die Fördermöglichkeit auf dem ELFI-Server online zu stellen, mitgeteilt wurde. Der Förderer hatte nun zwei Wochen Zeit, sich dazu zu äußern. Zumeist hatten die Förderer keine Einwände, so dass die eingescannte Information als HTML-Datei auf dem ELFI-Server ins Netz gestellt wurde. Nachdem seit mehr als 2 Jahren keine gedruckten Ausschreibungen mehr gescannt werden mussten hat sich das ELFI-Team entschlossen die Infrastruktur für die gescannten Ausschreibungen ganz vom Netz zu nehmen.

Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.